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Bunte Karten die mit positiven Begriffen beschriftet sind
Grenzverletzungen & Gewaltprävention

GEWALTPRÄVENTION 

Strukturen schaffen, Sicherheit stärken

Eine globale Studie zeigt: Mehr als jede:r Fünfte hat am Arbeitsplatz schon einmal Gewalt oder Belästigung erlebt. Für Unternehmen steigen damit die Anforderungen an Gewaltprävention, Schutz und Fürsorge, denn sie riskieren sonst hohe Fehlzeiten, Fluktuation und ein schlechtes Betriebsklima. Betriebsratsmitglieder übernehmen dabei eine zentrale Rolle: Sie begleiten Betroffene und unterstützen Unternehmen beim Aufbau wirksamer Strukturen für Prävention und Schutzmaßnahmen. Genau hier setzt dieser Workshop an.

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Schutz braucht klare Strukturen: Gewaltprävention in Unternehmen  

Der Workshop des WEISSER RING Impact Campus fördert: 

  • Schutz von Mitarbeitenden: Mehr Sicherheit und Wertschätzung erhöhen Arbeitgeberattraktivität, Vertrauen und Reputation.
  • Handlungssicherheit: Klare Orientierung im Umgang mit Gewaltvorfällen minimiert Fehlentscheidungen und stärkt Betriebsratsmitglieder in ihrer Rolle.
  • Gesundes Arbeitsklimas: Eine respektvolle und gewaltfreie Unternehmenskultur reduziert psychische Belastungen und Fehlzeiten.
  • Prävention und Früherkennung: Klare Abläufe, Zuständigkeiten und dokumentierte Prozesse helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und wirksam zu handeln.

Inhaltliche Schwerpunkte des Workshops:

  • Grundlagenwissen: Formen von Gewalt im Arbeitsalltag (etwa Beleidigungen, körperliche Angriffe, sexualisierte Gewalt und digitale Gewalt)
  • Auswirkungen von Gewalt: Kurz- und langfristige Folgen für Betroffene (Anspannung, Schlafstörungen, Angst, Leistungsabfall und psychische Erkrankungen)
  • Rechtliche Grundlagen: Arbeitsrechtliche Einordnung, Gefährdungsbeurteilung sowie Rechte von Betroffenen und Pflichten von Unternehmen
  • Melde- und Unterstützungsstrukturen: Interne Meldewege sowie die Rolle von Personalabteilung, Gleichstellungsstelle, AGG-Beschwerdestelle, Betriebsarzt und externen Fachstellen
  • Rolle und Verantwortung von Betriebsratsmitgliedern: Früherkennung von Gewaltdynamiken, Schutz und Begleitung Betroffener sowie transparente Dokumentation und Nachsorge
  • Perspektive von Betroffenen: Bedürfnisse, Erwartungen und Verständnis für die Situation betroffener Beschäftigter 

Unsere Leistungen

Qualifizierte Beratung und Unterstützung in allen Bereichen der Prävention und Intervention.

Praxisnahe Schulungen für Fachkräfte, Unternehmen und Organisationen.

Vernetzung mit bundesweiten Expertinnen und Experten für nachhaltige Lösungen.

Individuelle Konzepte für Ihren spezifischen Bedarf und Ihre Zielgruppe.

workshop

Gewaltprävention: Strukturen schaffen, Sicherheit stärken

Zwei Männer unterhalten sich

Dieser Workshop sensibilisiert Betriebsratsmitglieder und andere Interessierte für unterschiedliche Formen von Gewalt im Unternehmen und vermittelt Handlungssicherheit im Umgang mit Betroffenen. Die Teilnehmenden erfahren, welche Auswirkungen Gewalt auf Mitarbeitende und Arbeitsklima haben kann und welche Strukturen Unternehmen für wirksame Prävention und Schutz benötigen. Im Mittelpunkt dieses Grundlagentrainings stehen klare Abläufe, transparente Zuständigkeiten und die aktive Begleitung Betroffener.

Dauer
8 Stunden
Standort
Präsenz oder remote
Zielgruppe
Betriebsratmitglieder
Gruppengröße
max. 16 Teilnehmende
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Ergänzende Angebote

Der WEISSER RING Impact Campus setzt auf verschiedene Formate: Training, Vortrag und Workshop. Dabei lassen sich unsere Angebote nach dem Baukastensystem miteinander kombinieren.


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Illustration einer Gruppe zum Thema Mobbing
Grenzverletzungen & Gewaltprävention

Mobbing

Haltung zeigen und Mitarbeitende schützen


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Illustration einer Frau die die Hand hochhebt zum Thema Sexuelle Belästigung
Grenzverletzungen & Gewaltprävention

Sexuelle Belästigung

Klarheit und Schutz durch Führungskräfte


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Illustration eines Menschen zum Thema Resilienz
Mentale Gesundheit & Schutz

Resilienz

Selbstfürsorge zur Stärkung eigener Ressourcen

Gewaltprävention am Arbeitsplatz: Für Sicherheit in Unternehmen 

Gewalt und Belästigung gehören für viele Beschäftigte zum Arbeitsalltag – besonders in Berufen mit direktem Kontakt zu betriebsfremden Personen wie Kund:innen, Patient:innen, Besucher:innen und Lieferant:innen. Laut einer repräsentativen Erhebung im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. (DGUV) berichteten 36 Prozent der 2512 Befragten von verbalen oder psychischen Übergriffen durch betriebsfremde Personen innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Acht Prozent erlebten während ihrer beruflichen Tätigkeit sogar physische Übergriffe durch betriebsfremde Personen. Dabei sind einige Branchen besonders gefährdet. Dazu zählen Banken, der öffentliche Nahverkehr sowie Sozial- und Gesundheitsberufe. 

Gewalt am Arbeitsplatz reicht von Beleidigungen und Bedrohungen über körperliche Angriffe bis hin zu sexualisierten oder digitalen Übergriffen. Für Arbeitgeber bedeutet das: Gewaltprävention ist kein Randthema, sondern Teil verantwortungsvoller Unternehmensführung. Klare Zuständigkeiten, sichere Meldewege und wirksame Präventionsstrukturen stärken Schutz, Handlungssicherheit und eine respektvolle Unternehmenskultur.

Die Rolle der Betriebsratsmitglieder

Die Mitglieder des Betriebsrats sind laut § 80, § 87 und § 89 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) für den Arbeitsschutz mitverantwortlich. Daher kommt ihnen eine zentrale Rolle bei der Gewaltprävention und dem Schutz der Mitarbeitenden im Unternehmen zu. Das Arbeitsschutzgesetz und die Fürsorgepflicht verpflichten Arbeitgeber dazu, Leben, Gesundheit und Eigentum ihrer Beschäftigten zu schützen. Grundlage dafür ist unter anderem die Gefährdungsbeurteilung, deren Ausgestaltung Betriebsratsmitglieder aktiv begleiten können. Darüber hinaus besitzen sie Mitbestimmungsrechte bei der Einführung von (präventiven) Maßnahmen gegen Gewalt am Arbeitsplatz. Trainings und Workshops zur Gewaltprävention stärken die Mitglieder des Betriebsrats in der Reflexion der eigenen Rolle und Handlungsmöglichkeiten, fördern das Verständnis für rechtliche und organisatorische Zusammenhänge und unterstützen dabei, wirksame Schutz- und Präventionsmaßnahmen im eigenen Unternehmen anzustoßen.

Gruppenfoto von Ruth Neri und den Trainer:innen vom WEISSER RING Impact Campus

Unsere Trainer:innen 

Unsere Trainer:innen sind professionell ausgebildet und verbinden fundiertes Fachwissen mit konkreter Anwendungspraxis. Durch ihre Erfahrung in der Ausbildung und Begleitung ehrenamtlich Engagierter des WEISSEN RINGS bringen sie zudem ein tiefes Verständnis für die Werte, Haltung und besondere Verantwortung des Vereins mit.

Zu den Trainer:innen

Gewalt hat viele Dimensionen

Der Begriff „Gewalt“ ist vielschichtig und umfasst weit mehr als körperliche Übergriffe. Die Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) definieren Gewalt am Arbeitsplatz als: „jede Handlung, Begebenheit oder von angemessenem Benehmen abweichendes Verhalten, wodurch eine Person im Verlauf oder in direkter Folge ihrer Arbeit schwer beleidigt, bedroht, verletzt, verwundet wird.“ Die inakzeptablen Verhaltensweisen und Praktiken zielen auf den physischen, psychischen, sexuellen oder wirtschaftlichen Schaden der Betroffenen ab, was auch geschlechtsspezifische Gewalt und Belästigung umfasst. Unternehmen sollten außerdem zwischen interner Gewalt durch Kolleg:innen oder Vorgesetzte und externer Gewalt durch betriebsfremde Personen unterscheiden.

Warum Gewaltprävention in Unternehmen?

Gewaltprävention am Arbeitsplatz schützt nicht nur Beschäftigte, sondern stärkt auch Unternehmen. Klare Strukturen und Maßnahmen fördern eine gewaltfreie und menschenwürdige Unternehmenskultur, in der Sicherheit und Wertschätzung sichtbar gelebt werden. Gleichzeitig hilft eine wirksame Gewaltprävention Unternehmen dabei, Fehlzeiten, psychische Belastungen und langfristige gesundheitliche Folgen für Mitarbeitende zu reduzieren. Darüber hinaus verbessern feste Prozesse die Dokumentation und Nachsorge von Vorfällen. Unternehmen gewinnen so mehr Transparenz und Rechtssicherheit im Umgang mit kritischen Situationen.

Auch die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers bei Gewalt am Arbeitsplatz rückt zunehmend in den Fokus. Wer frühzeitig handelt, schützt nicht nur Betroffene, sondern stärkt Vertrauen, Arbeitgeberattraktivität und die nachhaltige Leistungsfähigkeit der gesamten Organisation.