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Eine Menschengruppe im Stuhlkreis, die sich unterhalten
Grenzverletzungen & Gewaltprävention

MOBBING

Haltung zeigen und Mitarbeitende schützen

Laut Mobbing-Report 2024 erleben 6,5 Prozent von rund 5000 Befragten Mobbing am Arbeitsplatz. (Cyber-)Mobbing kann zu ernsthaften psychischen und physischen Erkrankungen führen. Schaden nehmen nicht nur die Betroffenen, auch das Teamgefüge leidet. Wirtschaftliche und unternehmenskulturelle Einbußen sind die Folgen. Kommt ein Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nicht nach, kann er haftbar gemacht werden. Daher sind Prävention und ein sensibler Umgang im Fall von Mobbing relevant – insbesondere für Führungskräfte.

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Führungsaufgabe: Handlungssicherheit im Umgang mit Mobbing  

Das Training des WEISSER RING Impact Campus fördert: 

  • Schutz von Mitarbeitenden: Das Gefühl, gesehen, gehört und ernst genommen zu werden, entlastet Betroffene und erhöht die Mitarbeitendenbindung.
  • Führungskompetenz: Sicherheit im Umgang mit Mobbing sorgt dafür, dass Fälle nicht ignoriert, sondern sichtbar und Lösungswege initiiert werden.
  • Verbesserung der Arbeitskultur: Offene Kommunikation und gegenseitiger Respekt stärken ein gesundes Arbeitsklima und die Resilienz der Mitarbeitenden. 
  • Rechtssicherheit: Eine klare Orientierung im arbeitsrechtlichen Rahmen sorgt dafür, dass Führungskräfte Grenzüberschreitungen rechtlich klar einordnen und ihrer Fürsorgepflicht nachkommen können.


Inhaltliche Schwerpunkte des Trainings:

  • Grundlagenwissen: Begriffsabgrenzung, Formen und Dynamiken von Mobbing im Arbeitskontext, Besonderheiten von Cybermobbing, typische Muster, Eskalationsverläufe und gruppendynamische Prozesse
  • Fakten und Hintergründe: Zahlen und Studien sowie psychische, gesundheitliche und arbeitsbezogene Folgen
  • Rechtliche Grundlagen: Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und Betroffenen
  • Melde- und Unterstützungsstrukturen: Interne Meldewege, Rolle von Personalabteilung, Betriebsrat und Vertrauenspersonen sowie externe Beratungsangebote
  • Rolle und Verantwortung von Führungskräften: Früherkennung von Mobbingdynamiken, angemessener Umgang mit Hinweisen und Beschwerden, Schutz und Unterstützung von Betroffenen sowie professionelle Gesprächsführung mit allen Beteiligten
  • Perspektive von Betroffenen: Bedürfnisse und Erwartungen von Betroffenen sowie Umgang mit Unsicherheit, Angst und Vertrauensverlust
training

Grenzverletzungen im beruflichen Kontext: Schwerpunkt Mobbing und Cybermobbing

Zwei Menschen die sich in einem Stuhlkreis melden

Dieses Training vermittelt Führungskräften fundiertes Wissen über Formen, Dynamiken und Auswirkungen von Mobbing und Cybermobbing im Arbeitskontext. Ziel ist es, Handlungssicherheit im Umgang mit Meldungen, Verdachtsfällen und eskalierenden Teamkonflikten zu entwickeln.

Dauer
4 Stunden
Standort
Präsenz
Zielgruppe
Führungskräfte
Gruppengröße
max. 16 Teilnehmende
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Ergänzende Angebote

Der WEISSER RING Impact Campus setzt auf verschiedene Formate: Training, Vortrag und Workshop. Dabei lassen sich unsere Angebote nach dem Baukastensystem miteinander kombinieren.


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Illustration einer Frau mit erhobener Hand zum Thema Sexuelle Belästigung
Grenzverletzungen & Gewaltprävention

Sexuelle Belästigung

Klarheit und Schutz durch Führungskräfte


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Illustration eines Wegweisers zum Thema Gewaltprävention und Schutz
Grenzverletzungen & Gewaltprävention

Gewaltprävention

Struktur schaffen, Sicherheit stärken

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Illustration eines Megaphone zum Thema Zivilcourage
Zivilcourage & Verantwortung

Zivilcourage

Handlungssicherheit im Alltag

Mobbing am Arbeitsplatz: Die Zahl der Fälle ist hoch

Im November 2025 hat das Bündnis für Cybermobbing eine aktuelle Studie vorgelegt. Die Zahlen sprechen für sich: Von 2030 Befragten waren 37 Prozent schon einmal von Mobbing betroffen. Mit 43 Prozent haben sich die meisten Attacken am Arbeitsplatz abgespielt. Zudem weisen von Mobbing Betroffene jährlich zwei Krankheitstage mehr auf als andere. Das Bündnis hat anhand dieser Zahlen errechnet, dass der deutschen Wirtschaft durch „Produktionsausfallkosten im Krankheitsfall ein direkter Schaden von circa 4,3 Milliarden Euro“ entsteht. Der indirekte Schaden dürfte durch Personalsuche, Einarbeitung neuer Mitarbeitender nach Kündigung, verminderte Arbeitsleistung, Gerichtsverfahren, Entschädigungszahlungen und Reputationsverluste aber noch deutlich höher liegen. Nicht nur, aber auch deshalb sollte dem Thema mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, um Betroffene zu schützen und Täter:innen mit Klarheit zu begegnen. Um die Schikane auf allen Ebenen entschieden zu unterbinden und zu bekämpfen, müssen Organisationen präventiv wirkungsvolle Maßnahmen treffen, etwa indem Führungskräfte durch die Teilnahme an Trainings, Seminaren und Weiterbildungen konkrete Handlungssicherheit entwickeln.


Was ist Mobbing?

Nicht jeder Konflikt oder jede Meinungsverschiedenheit fällt unter Mobbing am Arbeitsplatz. Doch sobald systematische, zielgerichtete und über einen längeren Zeitraum andauernde persönliche Angriffe, Schikanen, Benachteiligungen oder Ausgrenzungen durch einzelne oder mehrere Kolleg:innen oder Vorgesetzte zu erkennen sind, handelt es sich per Definition um Mobbing. Das Schikanieren kann sich auf zwei Ebenen abspielen. Auf Arbeitsbasis werden Fähigkeiten oder Kompetenzen der gemobbten Person angezweifelt oder unsachliche Kritik geübt. Auf sozialer Ebene wird der oder die Betroffene beleidigt, belästigt, diskriminiert oder verleumdet. In der Regel hat Mobbing eine klare Intention, die je nach Täter unterschiedlich sein kann. 

Gruppenfoto von Ruth Neri und den Trainer:innen des WEISSEN RING Impact Campus

Unsere Trainer:innen 

Unsere Trainer:innen sind professionell ausgebildet und verbinden fundiertes Fachwissen mit konkreter Anwendungspraxis. Durch ihre Erfahrung in der Ausbildung und Begleitung ehrenamtlich Engagierter des WEISSEN RINGS bringen sie zudem ein tiefes Verständnis für die Werte, Haltung und besondere Verantwortung des Vereins mit.

Zu den Trainer:innen

Mögliche Folgen von Mobbing

Neben psychischen Belastungen wie Depressionen, Stress, Angst oder Erschöpfung können auch körperliche Beschwerden und langfristige Erkrankungen bei den von Mobbing Betroffenen auftreten. Das führt zu Fehlzeiten bis hin zur Kündigung von Betroffenen, während das Verhalten der Täter:innen häufig ungestraft bleibt und damit langfristig eine negative Signalwirkung auf die Unternehmenskultur ausübt. Gleichzeitig hat das Mobbing Auswirkungen auf ganze Teams und Organisationen. Die Arbeitsleistung leidet, das Teamklima verschlechtert sich und das Vertrauen in die Organisation nimmt ab. Ohne gezielte Maßnahmen steigen zudem Fluktuation, Konfliktpotenziale und wirtschaftliche Risiken für Unternehmen. Eine frühzeitige und konsequente Mobbingprävention ist daher entscheidend, um Mitarbeitende zu schützen und eine gesunde, leistungsfähige Arbeitsumgebung zu erhalten.


Mobbing am Arbeitsplatz: So ist die Rechtslage

Anders als in einigen anderen europäischen Ländern wie Schweden oder Frankreich gibt es in Deutschland kein spezifisches Gesetz gegen Mobbing. Es ist kein eigenständiger Straftatbestand, wiederholt und über einen längeren Zeitraum gilt die Schikane jedoch als „rechtswidriges Gesamtverhalten“. Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers verpflichtet ihn außerdem, Leben, Gesundheit und Eigentum seiner Beschäftigten zu schützen. Daher kann er haftbar gemacht werden, wenn er nichts gegen Mobbing unternimmt. Betroffene können unter Umständen auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld klagen. Auch die Forderung einer außerordentlichen und fristlosen Kündigung mit Abfindung ist möglich.

FAQs

Wo fängt Mobbing am Arbeitsplatz an?

Von Mobbing am Arbeitsplatz spricht man, wenn Mitarbeitende über einen längeren Zeitraum wiederkehrend von Einzelnen oder einer Gruppe gezielt ausgegrenzt, schikaniert, missachtet, benachteiligt oder diskriminiert werden. Dazu zählen etwa persönliche Angriffe, unsachliche Kritik, Beleidigungen, soziale Ausgrenzung oder das bewusste Vorenthalten von Informationen. Wer Mobbing beobachtet und nicht handelt, wird ebenfalls zum Täter. Daher müssen auch Meldewege und -pflichten für nicht direkt Betroffene klar kommuniziert werden.

Quelle Definition Mobbing: Mobbing am Arbeitsplatz – Ergebnisse einer repräsentativen Studie für Deutschland — DGUV forum Bei Betroffenen wird dadurch ein Gefühl von Wehr- oder Hilflosigkeit ausgelöst.

Wie erkenne ich Mobbing am Arbeitsplatz?

Mobbing am Arbeitsplatz zeigt sich häufig durch wiederholte persönliche Angriffe, unsachgemäße Kritik, Ausgrenzung, Gerüchte, Demütigungen oder systematische Benachteiligung. Auch Cybermobbing, etwa über Chats oder E-Mails, kann dazugehören. Warnsignale sind Verunsicherung, Rückzug, steigende Fehlzeiten oder Konflikte im Team.

Quelle Warnsignale von Mobbing: https://topeins.dguv.de/fuehrungskultur/mobbing-am-arbeitsplatz/

Welche Pflichten haben Unternehmen bei dem Verdacht auf Mobbing am Arbeitsplatz?

Unternehmen haben eine Fürsorgepflicht und müssen Hinweisen auf Mobbing am Arbeitsplatz nachgehen. Dazu gehören eine sorgfältige Prüfung des Verdachts, der Schutz von Betroffenen sowie geeignete Maßnahmen zur Prävention von Diskriminierung und weiteren Grenzverletzungen.

Quelle Fürsorgepflicht: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__618.html Führungskräfte und Personalverantwortliche sollten dabei transparent, vertraulich und professionell handeln.

Welchen Nutzen hat Mobbingprävention am Arbeitsplatz?

Mobbingprävention am Arbeitsplatz schützt die mentale und körperliche Gesundheit von Mitarbeitenden und stärkt ein respektvolles Arbeitsklima. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von geringeren Fehlzeiten, weniger Fluktuation und einer stärkeren Mitarbeitendenbindung. Prävention von Diskriminierung und Mobbing trägt außerdem zu einer positiven Unternehmenskultur und höheren Arbeitgeberattraktivität bei.

Quelle Wirkung Mobbingprävention: https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Schriftenreihe/Forschungsberichte/2002/Fb951.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Welche strukturellen Faktoren im Unternehmen begünstigen Mobbing?

Mobbing am Arbeitsplatz wird häufig durch fehlende Kommunikation, unklare Verantwortlichkeiten oder mangelnde Führung begünstigt. Auch hoher Leistungsdruck, ungelöste Konflikte oder eine Unternehmenskultur, in der Diskriminierung am Arbeitsplatz toleriert oder ignoriert wird, können Mobbingdynamiken verstärken. 

Quelle Risikofaktoren Mobbing: https://www.baua.de/DE/Forschung/Forschungsprojekte/f2460

Wie sollten Unternehmen reagieren, wenn ein Mobbing-Verdacht geäußert wird?

Unternehmen sollten Hinweise auf Mobbing am Arbeitsplatz ernst nehmen und frühzeitig handeln. Wichtig sind vertrauliche Gespräche, klare Meldewege und die Einbindung von Personalabteilung, Betriebsrat oder Vertrauenspersonen. Gleichzeitig helfen Trainingsangebote für Führungskräfte dabei, mehr Handlungssicherheit im Umgang mit Mobbing, Konflikten und Diskriminierung am Arbeitsplatz zu entwickeln. So können Verdachtsfälle professionell eingeordnet, Betroffene geschützt und Eskalationen durch Prävention verhindert werden.

Quelle Umgang Unternehmen mit Mobbing: https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/2438 

Welche Rolle spielt Unternehmenskultur bei der Entstehung oder Vermeidung von Mobbing?

Die Unternehmenskultur hat großen Einfluss darauf, ob Mobbing am Arbeitsplatz entsteht oder verhindert wird. Der Fokus von Mobbingprävention sollte auf der Minimierung und bestenfalls Behebung möglicher Auslöser von Mobbing liegen. Unternehmen mit Haltung, die Verantwortung für Mitarbeitende übernehmen, und im Ernstfall bereit sind, Konsequenzen zu ziehen, reduzieren das Risiko von Mobbing und Cybermobbing deutlich. Offene Kommunikation, gegenseitiger Respekt und klare Werte fördern ein gesundes Arbeitsklima und stärken die Prävention von Diskriminierung. So wird verhindert, dass wertvolle Mitarbeitende als von Mobbing Betroffene das Unternehmen aus gesundheitlichen Gründen verlassen.

Quelle Einfluss Unternehmenskultur auf Mobbing: https://osha.europa.eu/en/themes/psychosocial-risks-and-mental-health